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Muli Fahrwerk

Das Reform Muli Fahrwerk besteht aus dem Vorder- und Hinterwagen, welche über ein Zentralrohr drehbar miteinander verbunden sind. Gemeinsam bilden sie das Chassis, auf welchem Arbeitsgeräte aufgesattelt werden.

Achsen - Rahmen - Zentralrohr

Robuste Lenktriebachsen mit Portalachsen sorgen für hohe Zugleistung und schonen den Antriebsstrang. Es wirken geringere Kräfte auf die Antriebswellen und ermöglichen dadurch eine leichtere Bauweise. Dies spart Gewicht und wirkt sich positiv auf die Bodenschonung aus. Zudem ermöglichen Portalachsen eine enorme Bodenfreiheit von bis zu 400 mm.

Ein sperrbares Längsdifferential ist zwischen Vorder- und Hinterachse positioniert und sichert, in Verbindung mit einem permanenten Allradantrieb, die maximale Kraftübertragung auf den Boden. Verspannungen zwischen Vorder- und Hinterachse, welche bei Kurvenfahrten oder Bodenunebenheiten auftreten können, werden somit ausgeglichen. Wird das Längsdifferential gesperrt, teilt sich die Antriebskraft gleichmäßig (50/50) auf die Vorder- und Hinterachse auf. Ohne Längsdifferentialsperre ist die Verteilung 1/3 zu 2/3 auf Vorder- und Hinterachse. Neben der Längsdifferentialsperre gibt es auch serienmäßig ein sperrbares Hinterachsdifferential, sowie optional ein sperrbares Vorderachsdifferential. Die Sperren werden je nach Modell elektrohydraulisch oder mechanisch geschalten. Beide Sperren haben eine 100% Sperrwirkung und meistern jede Situation.

Ein Zentralrohr mit integriertem Fahr- und Zapfwellenantrieb verbindet die Vorderachse inkl. Getriebe mit der Hinterachse. Der Achsantrieb und vor allem auch der Zapfwellenantrieb werden direkt und optimal geschützt durch das Zentralrohr nach hinten geführt. Dadurch gibt es keine Wickel- und Verschmutzungsgefahr. Die Verdrehung des Aufbau- und Hauptrahmens erfolgt verspannungsfrei im Zentrum des Drehgelenkes. Dadurch sind weder Verdrehdämpfung noch Verdrehanschlag notwendig.

Am Zentralrohr aufgebaut befindet sich der Aufbau- und der Hauptrahmen. Der vordere Aufbaurahmen ist mit Motor, Getriebe und Vorderachse zu einer festen Einheit zusammengefügt. Er bildet damit ein solides Tragegerüst für die Kabine und den Frontanbaurahmen, der als Träger für diverse Frontanbaugeräte dient. Am massiven Hauptrahmen dient als Befestigungsbasis für die zahlreichen Aufbaugeräte wie Kipper, Kran, Ladewagen, Aufbaustreuer, Laubsauger, und viele weitere. Die Befestigung des jeweiligen Arbeitsgerätes erfolgt mit Schnellverschlüssen wie Anker- oder Augenschrauben.

Federung

Der Muli ist je nach Modell mit mechanischer oder hydropneumatischer Federung (HCS) ausgestattet. Bei beiden Federungsarten verbaut Reform die Einzelradfederung mit einer Längslenkeraufhängung. Dieses System spielt durch die parallele Auflage des Rades auf den Untergrund unter anderem im extremen Gelände seine ganzen Vorzüge aus.

  • Optimaler Grip in jeder Situation
  • Größtmögliche Schonung der Reifen
  • Grasnarbenschonung durch gleichmäßige Auflage selbst bei oftmaligen Überfahrten
  • Geringeres Risiko für Wegrutschen
  • Geringerer Bodendruck
  • Mehr Sicherheit am Hang

Je nach Fahrzeugmodell gibt es verschiedene Arten der Federung.

Mechanische Federung

Ein fein aufeinander abgestimmtes Fahrwerk gibt optimalen Federungskomfort. Es werden dabei Schraubenfedern mit elastischen Anschlagpuffern verbaut. Zylinder mit Hydrospeichern übernehmen dabei die Funktion der Stoßdämpfer und sorgen somit für ein optimales Fahrerlebnis.

Hydropneumatische Federung (HCS)

Die High Comfort Suspension (HCS) steht für ein dem Bedarf entsprechend optimal abgestimmtes Federungskonzept, welches Komfort, Stabilität und Sicherheit in jeder Fahrsituation gibt. Bei dieser Federung wird auf Federungszylinder mit Hydrospeichern vertraut, die je nach Beladungszustand elektronisch gesteuert werden. Somit wird auch bei voller Beladung immer der optimalste Federungskomfort eingestellt. Neben dem Komfortplus für Fahrer und Beifahrer, wird auch die Belastung innerhalb des Fahrzeuges erheblich verringert.

Ein weiterer Vorteil der HCS–Federung ist, dass der Muli per Knopfdruck angehoben oder abgesenkt werden kann. Dies erleichtert das Auf- und Absatteln von verschiedenen Anbaugeräten (z.B. Kipper) enorm.

Wenn es ins extreme Gelände geht, kann eine Federsperre zur Blockade und Absenkung der jeweiligen Achse aktiviert werden. Dadurch steigt die Sicherheit im Gelände durch einen noch niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt.

265/70 R19.5

285/70 R19.5

15.5/55 R18

15.0/55-17

425/55 R17

440/50 R17

7.50-18

285.80-R16

Räder und Reifen

Eine große Auswahl an unterschiedlichen Reifen sorgt für den optimalen Grip in allen Einsätzen. Die breiten Niederdruckreifen mit unterschiedlichen Spezialprofilen sorgen für maximale Traktion, geringen Bodendruck und zuverlässige Grasnarbenschonung. Sie geben Halt, auch bei schwierigen Bodenverhältnissen und am Steilhang. Eine noch größere Hangtauglichkeit und Bodenschonung ermöglicht die Zusatzbereifung vorne und/oder hinten, welche durch Schnellverschlüsse rasch montiert werden kann.

Für den Einsatz auf der Straße gibt es unterschiedliche Bereifungen für den Sommer- sowie auch den Wintereinsatz. Dabei kann aus einer Vielzahl an Profilen und Reifengrößen je nach Arbeitseinsatz ausgewählt werden.

Lenkung und Lenkungsarten

Alle Muli sind mit einer hydrostatischen Lenkung ausgestattet. Wobei je nach Ausstattung bis zu drei Lenkungsarten verfügbar sind. Neben der Frontlenkung und der Hundeganglenkung stellt die Reform Allradlenkung die Krönung des Fahrwerkskonzeptes dar. Je nach Einsatz kann der Lenkmodus bequem per Knopfdruck, auch während der Fahrt, umgeschaltet werden.

Funktion Hundeganglenkung:
Bei eingeschlagenen Hinterrädern wird mit Frontlenkung gefahren; das bedeutet, dass der Muli seitlich versetzt fährt. Dadurch wird die Grasnarbe geschont bzw. eine breitere Auflage des Muli beim Fahren in Schichtlinien erreicht.

    Das besondere an der Reform-Lenkung:

    • Der Muli ist der einzige Transporter mit synchroner Allradlenkung
    • Vorder- und Hinterräder werden gleich weit eingeschlagen und laufen exakt in derselben Spur
    • Maximale Bodenschonung durch gleichmäßige, absolut verspannungsfreie Traktion aller 4 Räder
    • Die „intelligente“ Lenkung: Sensoren melden der Lenkautomatik die Geradeausstellung der Räder; vollautomatischer Wechsel von Front- auf Allrad- und Hundeganglenkung sowie umgekehrt

    Bremsen

    Serienmäßig sind alle Muli Modelle an der Vorder- und Hinterachse mit innenbelüfteten Scheibenbremsen ausgestattet. Zudem wird durch Bohrungen in den Felgen eine optimale Wärmeabfuhr der Bremsen gewährleistet. Geringe Pedalkraft und hohe Bremswirkung zeichnen die Zweikreis-Vierrad-Servobremse aus. Zur Serienausstattung zählt natürlich auch ein Bremskraftverstärker. Feine Dosierbarkeit der Bremsen ist somit Stand der Technik bei REFORM. Bei Muli mit gefederter Hinterachse wird zudem ein achslastabhängiger Bremskraftverstärker verbaut, das heißt, je nach Beladung immer die richtige Bremskraft. Das verhindert ein vorzeitiges Blockieren der Räder.

    Verschleißfreies Bremssystem

    Zusätzlich zur Betriebsbremse kann, je nach Modell, der Muli mit einer verschleißfreien Wirbelstrombremse ausgestattet werden. Das System unterstützt die Betriebsbremse und minimiert den Verschleiß der gesamten Bremsanlage. Die Hilfsbremse kann in drei Stufen geschaltet werden und wirkt direkt auf die Hauptantriebswelle des Muli. Die Aktivierung erfolgt einfach über einen Handhebel direkt neben dem Lenkrad.